Eine der meistzitierten Studien der Saunaforschung weltweit. Über zwei Jahrzehnte beobachtet, in einem der renommiertesten medizinischen Fachjournale veröffentlicht.
Journal: JAMA Internal Medicine
Erschienen: Februar 2015
Studienart: Prospektive Kohortenstudie
Stichprobe: 2.315 finnische Männer · 20,7 Jahre Beobachtung
Evidenz-Level: Belege, die tragen — Langzeitstudie in einem der weltweit führenden medizinischen Fachjournale
Die meisten Menschen denken bei einer Sauna an Entspannung nach dem Sport. An ein soziales Ritual. An ein angenehmes Ende eines langen Tages. Wenige denken an etwas, das mitbestimmt, wer in zwanzig Jahren noch lebt.
Eine Studie aus dem Jahr 2015, veröffentlicht in JAMA Internal Medicine, legt nahe, dass sie das tun sollten. Wer vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna geht, hat ein um 63 Prozent niedrigeres Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu sterben. Die Gesamtsterblichkeit liegt um 40 Prozent niedriger. Diese Zahlen sind keine Hochrechnung — sie kommen aus einer der methodisch saubersten Kohortenstudien, die je zum Thema durchgeführt wurden.
Was wurde untersucht
Die Forschergruppe um den Kardiologen Jari Laukkanen rekrutierte 2.315 finnische Männer im Alter zwischen 42 und 60 Jahren. Zu Beginn wurde dokumentiert, wie oft und wie lange jeder einzelne in die Sauna ging. Dann wurde die Kohorte fast 21 Jahre lang weiterverfolgt — ohne einen einzigen Drop-out.
Vier Endpunkte wurden über zwei Jahrzehnte erfasst: plötzlicher Herztod, tödliche koronare Herzkrankheit, tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse und Gesamtsterblichkeit. Untersucht wurden klassische finnische Saunen — trockene Hitze zwischen 80 und 100 Grad, kurzzeitige Luftfeuchtigkeit durch Aufgüsse.
Die Ergebnisse
Die Männer wurden in drei Gruppen eingeteilt: ein Saunabesuch pro Woche, zwei bis drei pro Woche, vier bis sieben pro Woche. Die Forscher rechneten klassische Risikofaktoren wie Rauchen, Blutdruck, Cholesterin, Diabetes, Fitness und Körpergewicht heraus.
Die Häufigkeit war der stärkste Faktor.
Bei vier bis sieben Saunabesuchen pro Woche, verglichen mit nur einem Besuch:
63 Prozent weniger plötzliche Herztode.
48 Prozent weniger tödliche koronare Ereignisse.
50 Prozent weniger tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
40 Prozent niedrigere Gesamtsterblichkeit.
Bei zwei bis drei Saunabesuchen pro Woche waren die Effekte kleiner — aber weiterhin deutlich messbar. Auch die Dauer pro Sitzung spielte eine Rolle: Männer, die länger als 19 Minuten saunierten, hatten ein 52 Prozent niedrigeres Risiko eines plötzlichen Herztodes als jene mit weniger als 11 Minuten.
Diese Effekte zeigten sich in allen Untergruppen — bei Männern mit Vorerkrankungen ebenso wie bei Gesunden. In manchen Untergruppen waren sie sogar stärker ausgeprägt, etwa bei Nichtrauchern und bei Männern mit Diabetes oder eingeschränkter Fitness zu Studienbeginn.
Wissenschaftliche Einordnung
Was diese Studie von vielen anderen unterscheidet, ist die methodische Qualität. Zwanzig Jahre Beobachtungszeit ohne Datenausfälle sind in der Medizinforschung selten. Die Liste der herausgerechneten Risikofaktoren ist ungewöhnlich umfassend — bis hin zur kardiorespiratorischen Fitness, die in epidemiologischen Studien meist gar nicht erst gemessen wird. Dass der Sauna-Effekt auch nach Bereinigung um die Fitness bestehen bleibt, ist der entscheidende Punkt: Die Wirkung lässt sich nicht damit wegerklären, dass Saunagänger einfach sportlicher leben.
Der vermutete Wirkmechanismus: Die regelmäßige Hitzeexposition wirkt auf das Herz-Kreislauf-System ähnlich wie ein moderates Ausdauertraining. Die Herzfrequenz steigt in einer typischen Saunasitzung auf etwa 100 Schläge pro Minute, in intensiveren Sitzungen auf 150 — vergleichbar mit zügigem Gehen oder leichtem Joggen. Über Jahre wiederholt, entstehen messbare Anpassungen: flexiblere Gefäße, niedrigerer Blutdruck, bessere Endothelfunktion, reduzierte Entzündungswerte.
Zwei Einschränkungen gehören zur Ehrlichkeit dazu. Die Studie zeigt einen Zusammenhang, keinen direkten Wirkungsbeweis — wie alle Beobachtungsstudien. Und sie umfasst ausschließlich finnische Männer mit klassischen finnischen Saunen. Eine Folgestudie aus 2018 bestätigte die Ergebnisse aber auch für Frauen.
Was das für die Halleluja Sauna® bedeutet
Die Daten zeigen ein klares Muster: Es ist nicht der gelegentliche Saunagang, der die größten Effekte bringt. Es ist die regelmäßige Anwendung — vier- bis siebenmal pro Woche, mit Sitzungen länger als 19 Minuten. Wer einmal pro Woche geht, bekommt einen Bruchteil der Wirkung.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer öffentlichen Sauna und einer Sauna zu Hause. Der Besuch in einer öffentlichen Anlage ist geplant, gelegentlich, oft zeitlich gekürzt. Eine Sauna, die in zehn Schritten erreichbar ist, ist die Voraussetzung für die Häufigkeit, von der diese Studie spricht.
Wir haben die Halleluja Sauna® für genau diese Frequenz gebaut. Nicht für den Sonntagnachmittag. Für den Alltag.
Die Studie im Original
Laukkanen T, Khan H, Zaccardi F, Laukkanen JA. Association Between Sauna Bathing and Fatal Cardiovascular and All-Cause Mortality Events. JAMA Internal Medicine. 2015;175(4):542–548. Zur Originalstudie auf PubMed
Wissenschaftliche Hinweise, keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt.

Arzt & Gesundheitsforscher
Dr. Shambhunath Mohan
Dr. Shambhunath überprüft täglich die wissenschaftliche Grundlage hinter unseren Therapieformen. Dafür recherchiert er Studien zu den einzelnen Wirkmechanismen und ordnet diese wissenschaftlich ein.