Unsere Einordnung

Vor wenigen Tagen ging ein Artikel des WDR Formates „Quarks Science Cops“ online. Ein öffentlich-rechtliches Format, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, „wissenschaftlichen Unfug und Quatsch“ aufzudecken. In der aktuellen Folge sprechen sie über die Halleluja Sauna® und treffen dabei einige Aussagen, denen wir offen und ehrlich zustimmen, aber auch Aussagen, die wir gerne einordnen und sortieren möchten.

Wir haben lange überlegt, ob wir uns dazu äußern sollen und in welcher Form. Wir wurden vor wenigen Wochen mit den Recherchen konfrontiert und hatten früh den Eindruck, dass der Fokus sehr klar gesetzt sein würde.

Seit über einem halben Jahr arbeiten wir bereits intensiv mit einem Team aus Juristen, Marketing-Experten und wissenschaftlichen Beratern an einer neuen, erwachsenen Ausrichtung unserer Kommunikation. Die Anfrage des WDR vor wenigen Wochen fiel exakt in diese Phase der Neuausrichtung, weshalb wir uns im Umgang mit der Anfrage juristisch beraten lassen haben.

Den lange vorbereiteten Relaunch unserer Website als „zurückrudern“ zu framen, ist die einfachste Erklärung eines Prozesses, den wir als Reifeprozess verstehen. Dennoch möchten wir zum Beitrag offen und ehrlich Stellung beziehen.

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Der Beitrag der Science Cops konzentriert sich stark auf einzelne Aussagen und frühere Formulierungen. Aspekte wie handwerkliche Fertigung, Qualität, Regulierung oder die unstrittige Wirkung von Wärme und Licht werden dabei bewusst ausgeklammert. Diese Fokussierung ist ein legitimes Stilmittel. Sie prägt jedoch die Wahrnehmung.

Drei Brüder und ein Schicksalsschlag

Die Halleluja Sauna® wurde nie für den Markt gedacht. Wir haben die Sauna aus einer emotionalen Notsituation heraus entwickelt – für unseren Vater.

Im ersten Drittel des Beitrags wird auf sarkastische Weise auf unsere Familiengeschichte eingegangen. Gerade in diesem Kontext hat uns weniger die Kritik selbst beschäftigt, sondern der Ton, mit dem über sehr persönliche Momente gesprochen wurde. Dazu gehört eben auch die Geschichte unseres Vaters, da diese eng mit der Erfindung der Halleluja Sauna® verbunden ist.

Die Bauer-Familie und das Halleluja Sauna®-Team in eleganter Bibliothek mit rotem Sessel und Kristallleuchter.

2006 hatte unser Vater einen schweren Autounfall, bei dem er schwer verletzt wurde. Ein stolzer Mann, der sich als Versorger einer Familie mit neun Kindern sah. Und darüber hinaus die Verantwortung für ein halbes Dutzend Mitarbeitende seines eigenen Schreinerbetriebes trägt, den er vorerst nicht mehr führen konnte.

Unser Bruder Anton hat in einem Interview von diesem tragischen Einschnitt in unser Leben erzählt:

„Er hat nur zwei Augen gehabt und in einem Auge für zwei Jahre einen Glassplitter.“

Die anschließende Reaktion der beiden Moderatoren hat uns sprachlos gemacht:

„Klingt wirklich gar nicht gut. Wobei ich immer noch gerade darüber nachdenke, dass der Vater nur zwei Augen gehabt hat.“

Woraufhin die hämische Pointe folgt:

„Ja, normal sind ja eher drei.“

Diese Reaktion hat bei uns und unserer Familie große Irritation ausgelöst.

Wissenschaftliche Kritik darf zugespitzt sein. Sie verliert aus unserer Sicht jedoch an Tiefe, wenn Ironie persönliche Schicksale überlagert.

Die Halleluja Sauna® entstand in der Folge dieses Schicksalschlags. Als Einzelstück, das wir nach bestem Wissen und Gewissen mit unseren Fähigkeiten als Schreiner und Spengler bauten, basierend auf monatelangen Recherchen und Gesprächen mit Menschen aus den verschiedensten Fachgebieten. Dazu zählen Geigenbauer, Ärzte oder Wissenschaftler, aber auch Ingenieure und Raumfahrtingenieure.

Zwischen persönlicher Erfahrung und öffentlicher Verantwortung

Dieser Teil ist uns sehr wichtig. Denn hier haben wir in der Vergangenheit Fehler gemacht, zu denen wir in unserer Stellungnahme an die Quarks Science Cops klar Stellung bezogen haben.

„Diese Anfangszeit war emotional. In dieser Euphorie wurden öffentliche Aussagen getroffen, die zu weit gingen, die wissenschaftliche Zusammenhänge nahelegten, wo diese so nicht gesichert waren. Die Halleluja-Sauna ist kein Medizinprodukt, keine Therapie und kein Heilversprechen. Sie war nie als Ersatz für medizinische Behandlung gedacht. In der frühen Kommunikation wurde diese Grenze nicht immer klar gezogen.“

Was uns dabei wichtig ist: Zwischen überzogener Kommunikation und bewusster Täuschungsabsicht liegt ein Unterschied, den wir in der öffentlichen Einordnung vermisst haben.

Wir haben Veränderungen bei unserem Vater wahrgenommen. Positive Veränderungen, an die mehrere Jahre lang nicht zu denken war. Der Alltag fühlte sich für ihn leichter an. Er hatte wieder Nächte, in denen er durchschlafen konnte, ohne durch seine Schmerzen mehrmals pro Nacht aufzuwachen und er fand zurück zu einer Fröhlichkeit, die wir lange nicht mehr an ihm gesehen haben.

Das fiel auch unserem Umfeld auf, wodurch ein erstes Interesse an unserer Halleluja Sauna® entstand, das wir gerne bedienten. Auch als willkommene Möglichkeit, den Familienbetrieb unseres Vaters in zweiter Generation weiterzuführen. Es macht uns stolz, dass viele Mitarbeiter von damals auch heute noch für uns arbeiten und helfen, die Halleluja Sauna® zu produzieren. Ebenfalls mit voller Überzeugung vom Produkt, denn auch sie haben unseren Vater und seinen Leidensweg hautnah erlebt.

Wachstum, das Verantwortung mit sich bringt

2022 haben wir die Halleluja Sauna® als Marke angemeldet. 2025 begannen wir mit dem Verkauf der Sauna. Anfangs waren es nur ein bis zwei Saunen pro Monat. Heute gibt es eine Warteliste, die sich über mehrere Monate erstreckt, und wir arbeiten Tag für Tag daran, unsere Produktionskapazitäten verantwortungsvoll auszubauen.

Über 20 Menschen arbeiten täglich mit uns an der Halleluja Sauna®. Wir produzieren weiterhin in Bayern, bilden aus, bieten Arbeitsplätze in der Region und wachsen Schritt für Schritt.

Wir sind im Herzen immer noch drei Schreiner vom Dorf. Diese DNA lässt uns stolz, aber demütig auf alles schauen, was in den letzten Monaten und Jahren passiert ist. Gleichzeitig ging mit dieser Haltung eine Leichtigkeit einher, deren Folgen wir uns wie eingangs erwähnt schon seit Monaten widmen und die uns jetzt auch noch einmal durch den WDR Beitrag vor Augen geführt wurden.

Wir haben es versäumt, persönliche Erfahrungswerte mit unserem Vater, sowie Erfahrungsberichte vieler Kundinnen und Kunden in ganz Europa korrekt einzuordnen. Unser Unternehmen trägt viel dieser persönlichen Erfahrungen in seiner DNA, darf diese aber juristisch nicht so ungefiltert nach außen tragen und schon gar nicht als Fakt oder Wahrheit darstellen. Das bedeutet nicht, dass Halleluja Sauna® nicht zur subjektiven individuellen Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen kann. Aber wir dürfen das nicht kommunizieren.

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Im Beitrag wird auch erwähnt, dass Kundenstimmen plötzlich verschwunden sind. Diese Kundenstimmen waren Screenshots unserer Google Bewertungen, die wir nach einer anwaltlichen Prüfung eigenständig von unserer Website entfernt haben. Denn wenn wir die positiven Rückmeldungen unserer Kunden als Unternehmen werblich reproduzieren, bewegen wir uns rechtlich in einem sensiblen Bereich. Die über 60 Bewertungen sind aber dennoch online abrufbar und stehen für sich.

Neuausrichtung braucht Zeit

Im Beitrag wird unsere heutige Kommunikation als abrupte Kehrtwende dargestellt. Für uns fühlt sich dieser Eindruck fremd an.

Die Überarbeitung unserer Außendarstellung ist kein spontaner Reflex auf eine journalistische Anfrage, sondern Teil eines längeren Prozesses. Bereits seit Q3 des vergangenen Jahres arbeiten wir gemeinsam mit juristischer Beratung daran, Sprache, Inhalte und öffentliche Aussagen sauberer, klarer und verantwortungsvoller zu gestalten. In diesem Zusammenhang wurden bereits im Herbst zahlreiche ältere Inhalte überarbeitet oder offline genommen.

Auszug aus einer Email vom 25. November 2025 an unsere Rechtsanwälte der Kanzlei Kursawe Foitzik Hohlweg Rechtsanwälte mit dem Thema „Rote Flaggen in Kommunikation“

Dass dieser Prozess nun sichtbarer geworden ist, liegt nicht an einem einzelnen Beitrag, sondern an unserem eigenen Anspruch, als wachsendes Unternehmen souveräner zu kommunizieren. Wachstum bedeutet nicht nur mehr Nachfrage, sondern auch mehr Verantwortung – insbesondere in der Art, wie man über Wirkung, Erfahrung und Grenzen spricht.

Die Anfrage der Quarks Science Cops erreichte uns hingegen erst am 16. Januar 2026, was die Behauptung, unsere Kommunikation wäre infolge der Anfrage verändert worden entkräftet.

Die erste Presseanfrage erreichte uns am 16. Januar 2026. Aus unserer Sicht entsprach diese Kontaktaufnahme nicht den üblichen presserechtlichen Standards. Die Anfrage enthielt weitreichende Vorwürfe und bezog sich auf zahlreiche, teils weit zurückliegende Aussagen, ohne konkrete Zitate oder belastbare Fundstellen zu benennen. Zudem blieb unklar, für welches konkrete Format und welche redaktionell verantwortliche Stelle die Anfrage erfolgte, was eine sachgerechte und rechtssichere Beantwortung erheblich erschwerte.

Wir haben uns aufgrund dieser Anfrage rechtlich beraten lassen. Die Science Cops bezeichnen das im Beitrag als „anwaltliche Verstärkung“, für uns war es jedoch ein normaler Schritt, um in einem sensiblen Kontext sauber und korrekt zu antworten.

Sprache zu korrigieren, Inhalte zu überarbeiten und Grenzen klarer zu ziehen, verstehen wir nicht als Schwäche, sondern als notwendigen Teil unternehmerischer Verantwortung.

Was wir wissenschaftlich einordnen können und was nicht

Die Halleluja Sauna® vereint verschiedene Elemente. Nicht alle davon sind gleich gut wissenschaftlich untersucht und nicht alle stehen im Zentrum dessen, wofür wir als Unternehmen stehen.

Die positiven Effekte von Wärme und Licht auf Entspannung, Durchblutung und allgemeines Wohlbefinden sind gut erforscht und werden auch im Beitrag der Science Cops klar bestätigt.

Darüber hinaus sind in der Halleluja Sauna weitere Elemente integriert, die in der öffentlichen Debatte sehr unterschiedlich bewertet werden. Für viele dieser Themen gibt es bislang keine belastbare Studienlage, die eine spezifische Wirkung eindeutig belegt. Für uns bedeutet das weder, diese Effekte zu behaupten, noch sie grundsätzlich auszuschließen. Entscheidend ist: Sie stellen für uns kein eigenständiges Wirkversprechen dar, was uns aber vorgeworfen wird.

Gleichzeitig gibt es nach unserem heutigen Kenntnisstand keine Hinweise darauf, dass diese ergänzenden Elemente schädlich wären. Auch hier gilt für uns: Verantwortung beginnt dort, wo man Grenzen anerkennt und klar benennt, was gesichert ist und was nicht.

Was uns in diesem Zusammenhang wichtig ist – insbesondere für Menschen, die sich bereits für eine Halleluja Sauna® entschieden haben:

Dass bestimmte Elemente wissenschaftlich (noch) nicht eindeutig belegt sind, bedeutet nicht, dass sie für Menschen keine Bedeutung oder Wirkung haben können. Wissenschaft beschreibt, was messbar, reproduzierbar und eindeutig zuordenbar ist. Persönliche Erfahrung funktioniert oft anders: individuell, subjektiv und nicht immer erklärbar.

Hocker der Halleluja Sauna® mit hochwertigem Yachtpolster.

Viele alltägliche Dinge – von Entspannungsritualen über Musik, Düfte oder Rückzugsorte – wirken auf Menschen, ohne dass ihre Wirkung vollständig verstanden oder quantifiziert ist. Für uns ist entscheidend, diese Ebenen nicht zu vermischen: Subjektive Erfahrung ist real, auch wenn sie kein medizinischer Beweis ist.

Die Halleluja Sauna® ist kein Versprechen auf Heilung. Sie ist ein bewusst gestalteter Raum für Wärme, Ruhe, Rückzug und Regeneration. Wie Menschen diesen Raum erleben, bleibt individuell und genau darin liegt seine Bedeutung.

Persönliche Erfahrungen und rechtliche Grenzen

Unabhängig von Studien und Einordnung erleben wir seit Jahren, dass Menschen unsere Sauna als sehr positiv wahrnehmen. Diese Rückmeldungen erreichen uns direkt, im persönlichen Gespräch, über Dankesbriefe oder über öffentliche Plattformen wie Google.

Gerade diese Erfahrungen waren für uns lange prägend. Sie gehören zur Entstehungsgeschichte der Halleluja Sauna® und zu unserer täglichen Arbeit. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass persönliche Wahrnehmung und öffentliche Unternehmenskommunikation klar voneinander getrennt werden müssen.

Auch wenn Kundinnen und Kunden ihre individuellen Erfahrungen öffentlich teilen, dürfen und wollen wir diese nicht als Wirkversprechen reproduzieren oder bewerben. In Deutschland bewegen sich solche Aussagen rechtlich in einem sensiblen Bereich. Insbesondere dann, wenn sie Gesundheit oder Wohlbefinden betreffen.

Dass entsprechende Inhalte heute nicht mehr auf unserer Website erscheinen, bedeutet daher nicht, dass diese Erfahrungen „verschwunden“ sind oder in Frage gestellt werden. Es bedeutet, dass wir Verantwortung dafür übernehmen, wie wir als Unternehmen sprechen – unabhängig davon, wie individuell Menschen ihre Nutzung empfinden.

Klarstellung

Wir glauben, dass kritische Auseinandersetzung wichtig ist. Auch dann, wenn sie unbequem ist. Wir nehmen die Verantwortung an, die mit Sichtbarkeit, Wachstum und öffentlicher Kommunikation einhergeht.

Wir respektieren journalistische und wissenschaftliche Kritik. Gleichzeitig stellen wir uns eine grundsätzliche Frage: Wie vollständig ist die Bewertung eines Produkts, das man nie selbst genutzt oder erlebt hat und zu dem man sich ohne persönliches Gespräch mit uns oder unseren zahlreichen Kunden ein Bild macht?

Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten.

Die Halleluja Sauna® ist kein Heilversprechen und kein Ersatz für medizinische Behandlung. Sie ist das Ergebnis von Handwerk, persönlicher Erfahrung und dem Versuch, etwas Sinnvolles für den Alltag zu bauen. Mit klaren Grenzen und wachsendem Verantwortungsbewusstsein.

Mit freundlichen Grüßen aus München

Anton, Ludwig und Simon Bauer

In diesem Artikel:

Produktfoto der 1-Personen Halleluja Sauna®

Über die Halleluja Sauna®

Klassische Saunen arbeiten primär mit Hitze. Die Halleluja Sauna® folgt einem anderen Ansatz und kombiniert 7 einzelne Therapieformen zu einem System.

Wärme, Licht, ausgewählte Materialien und gezielte Reize wirken dabei parallel und schaffen eine Umgebung, die Körperwahrnehmung, Ruhe und Erholung unterstützt.