Eine Meta-Analyse aus The Lancet — einem der renommiertesten medizinischen Fachjournale weltweit — untersucht die Wirkung von Lichttherapie und liefert eine der robustesten Evidenzlagen, die es zu diesem Thema gibt.

Journal: The Lancet
Erschienen: November 2009
Studienart: Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien
Stichprobe: 820 Patientinnen und Patienten aus 16 RCTs
Evidenz-Level: Belege, die tragen — Meta-Analyse von RCTs in einem der weltweit führenden medizinischen Fachjournale

Schmerzen im Nacken gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparats. Schmerzmittel und Entzündungshemmer können kurzfristig Linderung bringen, ihre Langzeitwirkung ist begrenzt — und bei Dauergebrauch sind Nebenwirkungen die Regel, nicht die Ausnahme.

Eine Meta-Analyse, die 2009 in The Lancet veröffentlicht wurde, untersuchte eine andere Option: Lichttherapie. Das Ergebnis war so deutlich, dass die Studie heute zu den meistzitierten Arbeiten im Bereich Photobiomodulation gehört — und genau jenes Lichtspektrum verwendet, das wir in der Halleluja Sauna® eingebaut haben.

Was wurde untersucht

Die Forschergruppe um Roberta Chow analysierte 16 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 820 Patientinnen und Patienten. Alle Studien untersuchten die Wirkung von Low-Level-Lasertherapie (LLLT) — auch Photobiomodulation oder Kaltlasertherapie genannt — bei akuten oder chronischen Nackenschmerzen.

Verglichen wurde die echte Lichttherapie jeweils mit Placebo-Geräten, mit Bewegungsprogrammen oder mit anderen Kontrollinterventionen. Gemessen wurden Schmerzintensität, Beweglichkeit, funktionelle Erholung und Nebenwirkungen.

Eine Meta-Analyse ist die höchste Stufe wissenschaftlicher Evidenz. Sie führt die Ergebnisse vieler kontrollierter Studien zu einer Gesamtaussage zusammen — Einzelbefunde werden so abgesichert oder, falls sie ein Zufallsergebnis waren, entlarvt. Dass eine solche Meta-Analyse in The Lancet erscheint, dem ältesten und einem der angesehensten medizinischen Fachjournale, ist ein Qualitätssignal, das in der Forschungslandschaft selten ist.

Die Ergebnisse

Die Befunde fielen klar aus.

Erstens — deutliche Schmerzreduktion. Lichttherapie reduzierte die Schmerzintensität sowohl bei akuten als auch bei chronischen Nackenschmerzen signifikant. Im Durchschnitt sank die Schmerzintensität um knapp 20 Punkte auf einer 100-Punkte-Skala gegenüber den Placebo-Gruppen. Das gilt in der Schmerzforschung als klinisch bedeutsamer Effekt.

Zweitens — die Wirkung hielt an. Das war einer der überraschendsten Befunde: Die Schmerzlinderung blieb in mehreren Studien zwischen einer und 22 Wochen nach Behandlungsende bestehen. Die Autoren betonen, dass sich Lichttherapie damit fundamental von Schmerzmedikamenten unterscheidet, deren Wirkung mit dem Absetzen endet.

Drittens — Beweglichkeit und Funktion verbesserten sich. Einige Studien zeigten zusätzlich Verbesserungen bei der Halswirbelbeweglichkeit und der Alltagsfunktion. Lichttherapie reduzierte also nicht nur das Schmerzempfinden, sondern verbesserte messbar die Bewegungsmöglichkeiten.

Viertens — kaum Nebenwirkungen. Die berichteten Nebenwirkungen waren mild und vergleichbar mit den Placebo-Gruppen — leichte Müdigkeit, Kopfschmerzen, gelegentlich Übelkeit. Keine einzige der 16 Studien berichtete von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen.

Wissenschaftliche Einordnung

Aus methodischer Sicht ist diese Studie schwer zu schlagen. Eine Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien in The Lancet ist in der Evidenzhierarchie das, was man sich als Forscher wünscht. Dass 16 unabhängige RCTs aus verschiedenen Ländern und Forschungsgruppen zu konvergierenden Ergebnissen kommen, ist ein Befund, der schwer wegzuerklären ist.

Die Autoren diskutieren mehrere biologische Mechanismen, die die Wirkung erklären. Rotes und infrarotes Licht in spezifischen Wellenlängenbereichen wirkt auf die Mitochondrien — die Energieproduktion in den Zellen — und beeinflusst entzündungsfördernde Botenstoffe wie Prostaglandine, Interleukine und Tumornekrosefaktor alpha. Vereinfacht: Das Licht reduziert die Alarmsignale, die der Körper bei Verletzungen aussendet, und erhöht gleichzeitig die zelluläre Energieversorgung. Beides zusammen erklärt, warum Schmerzen sinken und Heilungsprozesse besser ablaufen.

Eine zentrale Erkenntnis der Studie verdient besondere Beachtung: Lichttherapie wirkt nicht, weil Licht da ist. Sie wirkt, wenn die richtigen Wellenlängen in der richtigen Dosierung verwendet werden. Studien mit unzureichenden Wellenlängen oder Dosen jenseits des therapeutisch wirksamen Bereichs zeigten keine oder nur schwache Effekte. Wer Photobiomodulation versteht, behandelt sie nicht wie ein Heizkissen.

Was das für die Halleluja Sauna® bedeutet

Dieser Punkt ist für uns zentral. Die Halleluja Sauna® arbeitet im Infrarotspektrum mit einem Wellenlängenpeak von 735 Nanometern und einer Bandbreite zwischen 614 und 867 Nanometern. Diese Werte liegen vollständig innerhalb des Bereichs, der in der Chow-Studie als therapeutisch wirksam beschrieben wird.

Das ist kein Zufall. Wir haben die Halleluja Sauna® so spezifiziert, weil die Forschungslage zur Photobiomodulation klar zeigt: Es kommt nicht darauf an, dass irgendein Licht im Raum ist. Es kommt darauf an, dass das Licht im biologisch wirksamen Bereich liegt — sonst ist es eine Heizlampe.

Die Studie zeigt, was passieren kann, wenn diese Voraussetzung erfüllt ist: messbare Schmerzreduktion, anhaltende Wirkung, kaum Nebenwirkungen. Genau dort setzt unsere Sauna an.

Die Studie im Original

Chow RT, Johnson MI, Lopes-Martins RAB, Bjordal JM. Efficacy of low-level laser therapy in the management of neck pain: a systematic review and meta-analysis of randomised placebo or active-treatment controlled trials. The Lancet. 2009;374(9705):1897–1908. Zur Originalstudie auf PubMed

Wissenschaftliche Hinweise, keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt.

Arzt & Gesundheitsforscher

Dr. Shambhunath Mohan

Dr. Shambhunath überprüft täglich die wissenschaftliche Grundlage hinter unseren Therapieformen. Dafür recherchiert er Studien zu den einzelnen Wirkmechanismen und ordnet diese wissenschaftlich ein.

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